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Um die Halle herum, 24. Januar 2018

Antaiji im Kulturradio und Ioana über das Tenzokyokun, 23. Januar 2018

Geweckt wird man im Kloster Antaiji früh, sehr früh, noch vor dem Sonnenaufgang. Und sanft geschieht es auch nicht grade. Um viertel vor vier rennt Xavier über die Flure. Er ist heute der Jikijitsu und für den Tagesablauf verantwortlich. Seine trampelnden Schritte signalisieren jedem: In 15 Minuten beginnt in der Halle die Meditation, das sogenannte Zazen mit dem Gongschlag des Jikijitsu.

Die Meditierenden sitzen auf Kissen, manche auf richtigen Kissentürmchen. Der Lotussitz, eine kreuzbeinige Sitzposition empfiehlt sich nur Geübten. Zwei Stunden wird man so, unterbrochen nur vom Kinhin, einer 15-minütigen Gehmeditation, bewegungslos sitzen. Mit dem Gesicht zur Wand verharrt man ganz im Hier und Jetzt, erklärt Xavier, ein in Chile geborener Deutschlehrer: „Wenn man ganz still ist, dann fühlt man sich anders. Wenn du dich ständig bewegst, dann achtest du nur: Oh, hier juckt es oder wie lange haben wir noch? Wenn du ganz stille sitzt und einatmest und ausatmest und lässt alles, dann geschieht etwas.“

„Oft wird gesagt, Zazen bedeutet, man setzt sich aufs Kissen und lässt los und man genießt dann die Ruhe des Geistes. Was aber passiert ist, man genießt es dann für fünf Minuten, zehn Minuten einfach nur stillsitzen zu dürfen. Aber spätestens nach 15 Minuten geht es dann los im Kopf und alle möglichen Dinge kommen hoch. Dieses innere Gespräch beginnt“, sagt Muhō.

Nicht nur das sei hart, sagt Murillo aus Brasilien, der seit einem Jahr in Antaiji Zen praktiziert: „Du hast körperliche Schmerzen und dein Geist wird immer wieder abgelenkt. Jemand hat Zazen als einen Spiegel beschrieben, in dem man sich selbst sieht. Man kann sich davor nicht verstecken. Es ist nicht immer schön, aber man lernt auch viel über sich. Besonders während der Sesshin-Tage. In […]

Murilo spricht über das Tenzokyokun, 19. Januar 2018

When Xuefeng resided at Dongshan [monastery], he served as cook. One day when he was sifting rice [master] Dongshan asked him, „Are you sifting the sand and removing the rice, or sifting the rice and removing the sand?“ Xuefeng said, „Sand and rice are simultaneously removed.“ Dongshan asked, „What will the great assembly eat?“ Xuefeng overturned the bowl. Dongshan said, „In the future you will go and be scrutinized by someone else.“
In the past, eminent men in possession of the way practiced in this way [as cooks], working energetically with their own hands. In this latter day, how can we who are so late getting started [in our
practice] be negligent about this? The ancients said that cooks regard tying up their sleeves [for manual work] as the way-seeking mind. Lest there be any mistakes in the sifting out of rice and sand, you should examine it with your own hands. The Rules of Purity say, „When preparing meals, one should reflect intimately on one’s own self; [the food] will then of itself be pure and refined.“
Keep the white water with which you have washed the rice; do not wastefully discard it. In ancient times they used a cloth bag to strain the white water and used it to boil the rice when making gruel.
Having put [the rice] into the cooking pot, pay attention and guard it. Do not allow mice and the like to touch it by mistake, nor any covetous idlers to examine or touch it.
When cooking the vegetable side dishes for the morning gruel, also prepare the platters and tubs used for rice, soup, etc., as well as the various utensils and supplies that will be […]

Eko spricht über das Tenzokyokun (English summary after one hour), 17. Januar 2018

Den Berg hoch, um die Halle herum, rein ins Kulturradio und raus mit dem Futter für Pferd und Esel, 16. Januar 2018

Die Freunde unseres Klosters, die uns per Paypal unterstützen, sollten in Kürze das neue Buch von Abt Muho in Händen halten: Futter für Pferd und Esel.
Wer noch nicht offiziell zu unseren Freunden zählt, das Buch aber trotzdem lesen will, kann es hier direkt bestellen: bod.de
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INHALTSVERZEICHNIS

Vorwort
Dôgens Leben
Fukanzazengi: Einladung an alle zum Zazen!
Genjôkôan: Hier offenbart sich das Geheimnis
Gakudô-yôjinshû: Worum es bei der Übung des Weges geht
Jûundôshiki: Regeln für die Halle der verschlungenen Wolken
Gabyô: Gemalter Kuchen
Zenki : Ganzes Wirken
Ôsakusendaba: Der König wünscht sich Sendaba
Zazenshin: Eine Nadel für Zazen
Hotsubodaishin: Aufbruch zum Weg des Herzens
Dôshin: Der Geist des Weges
Danksagung 

VORWORT

„Was liegt jenseits des Horizonts?“
Irgendwann stellt sich jedes Kind diese Frage, die Augen staunend auf das Meer gerichtet. Doch welches Kind würde tatsächlich versuchen, das Meer zu überqueren? Die meisten müssen nur einen Schritt ins kalte Wasser machen, um sich eines Besseren zu besinnen. Andere lässt die Frage nie los. Und es kommen neue Zweifel dazu:
„Woher komme ich?“
„Wohin gehe ich?“
„Wer bin ich und wie will ich leben?“
Seit Adam und Eva im Garten Eden den berühmten Apfel verspeist haben, gibt es Menschen, die sich diese und ähnliche Fragen stellen. Viele vergessen diese Kinderfragen als Erwachsene wieder, doch manche lassen sie ein Leben lang nicht los. Vielleicht gehören Sie, werter Leser, ja auch dazu?

Dôgen , der vor achthundert Jahren in Japan lebte, versuchte, seine eigenen Antworten auf diese Fragen zu finden. Im Shôbôgenzô schrieb er sie nieder. Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass ich nicht zu dem geworden wäre, […]

Um die Halle herum, 20. Dezember 2017

Schnee während Rohatsu, 8. Dezember 2017

Ganz früh am Morgen des 8. Dezembers (oder besser gesagt, sp&aauml;t nachts am 7. Dezember?) wird traditionell das Erwachen Shakyamunis unter dem Bodhibaum vor 2500 gefeiert. Es ist der Abschluss des Rohatsu-Sesshin, das zugleich längste und käteste Sesshin in Antaiji.

Seit einigen Tagen schneit es. Bevor alles unter der weissen Decke verschwand, haben wir noch das letzte Gemuese geerntet, den elektischen Zaun abgebaut, und sind somit voll vorbereitet auf die naechsten drei Monate, die wir mit Meditation, Lesen und Schreiben in der Naehe des waermenden Ofens verbringen werden.

Heute war wahrschgeinlich auch der letzte Tag, an dem das Auto die Straße passieren konnte. Bis zum 26. März kommt man nur noch mit Schneeschuhen den Berg rauf oder runter.

Muho redet auf Japanisch übers Gakudo-yojinshu, 24. November 2017

Antaiji während der 1990er Jahre

Ein Film von Sten Barnekow aus dem Jahr 1998:

Und Bilder drei Jahre davor: Antaiji 1995

Antaiji während der 1990er Jahre und die Runde um die Halle am 19. November 2017

Ein Film von Sten Barnekow aus dem Jahr 1998:

Und Bilder drei Jahre davor: Antaiji 1995

Die Runde um die Halle an einem kalten Novembertag: