{"id":4743,"date":"2013-05-21T04:50:36","date_gmt":"2013-05-21T04:50:36","guid":{"rendered":"http:\/\/antaiji.org\/?page_id=4743"},"modified":"2019-06-06T03:17:04","modified_gmt":"2019-06-06T03:17:04","slug":"1-6","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/antaiji.org\/de\/essays\/1-6\/","title":{"rendered":"1-6 Die Welt wird von einem Vertrag zusammengehalten"},"content":{"rendered":"<h3>Die Welt wird von einem Vertrag zusammengehalten<\/h3>\n<p><b><div class=\"demo-sep sep-none\" style=\"margin-top:40px;\"><\/div><span class=\"dropcap\">1-6<\/span><\/b><\/p>\n<p>Penetre: Hast du schon einmal vom Gesellschaftsvertrag geh\u00f6rt?<br \/>\nIch: Was ist das denn?<br \/>\nPenetre: Stelle dir den Zustand der Menschheit vor, bevor es Staaten, Gesetze und Moral gab. Jeder muss nur an sich selbst denken und ist frei, zu tun, was er will. Andererseits wei\u00df keiner, wann einer einem was antun wird. St\u00e4ndig muss man f\u00fcrchten, von den anderen verletzt oder sogar get\u00f6tet zu werden. F\u00fcr jeden einzelnen stellen die anderen Menschen Feinde dar. In alten Zeiten m\u00fcssen die Menschen in diesem Zustand gelebt haben.<br \/>\nIch: Das ist eine schreckliche Welt!<br \/>\nPenetre: Ja, keine Frage! Wie ist es m\u00f6glich, diesem Zustand, der f\u00fcr alle Angst und Schrecken bedeutete, zu entkommen? Ganz einfach, man muss nur einen Vertrag schlie\u00dfen: Jeder einzelne verspricht, keinem anderen Sch\u00e4den zuzuf\u00fcgen, wenn man ihm daf\u00fcr auch keinen Schaden zuf\u00fcgt. <b>Das hei\u00dft, dass jeder auf einen Teil seiner Freiheit verzichtet, unter der Bedingung, dass die anderen das Gleiche tun.<\/b> Denn davon haben am Ende alle mehr. Kurz gesagt ist das der Gesellschaftsvertrag.<br \/>\nIch: Keine schlechte Idee\u2026 So sind also unsere Gesetze entstanden. Aber kann man die Entstehung der Staaten und die Entwicklung der Moral genauso erkl\u00e4ren?<br \/>\nPenetre: Zumindest dann, wenn man der Theorie des Gesellschaftsvertrags folgt. Einen Punkt darf man dabei nicht vergessen: Wenn man sich etwas verspricht, dann muss man auch versprechen, das Versprechen zu halten. Und das muss man wiederum versprochen haben\u2026 Die Frage ist, was einen moralisch dazu verpflichtet, das <i>allerletzte<\/i> Versprechen zu halten?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt wird von einem Vertrag zusammengehalten Penetre: Hast du schon einmal vom Gesellschaftsvertrag geh\u00f6rt? Ich: Was ist das denn? Penetre: Stelle dir den Zustand der Menschheit vor, bevor es Staaten, Gesetze und Moral gab. Jeder muss nur an sich selbst denken und ist frei, zu tun, was er will. Andererseits wei\u00df keiner, wann einer einem was antun wird. St\u00e4ndig muss man f\u00fcrchten, von den anderen verletzt oder sogar get\u00f6tet zu werden. F\u00fcr jeden einzelnen stellen die anderen Menschen Feinde dar. In alten Zeiten m\u00fcssen die Menschen in diesem Zustand gelebt haben. Ich: Das ist eine schreckliche Welt! Penetre: Ja, keine Frage! Wie ist es m\u00f6glich, diesem Zustand, der f\u00fcr alle Angst und Schrecken bedeutete, zu entkommen? Ganz einfach, man muss nur einen Vertrag schlie\u00dfen: Jeder einzelne verspricht, keinem anderen Sch\u00e4den zuzuf\u00fcgen, wenn man ihm daf\u00fcr auch keinen Schaden zuf\u00fcgt. Das hei\u00dft, dass jeder auf einen Teil seiner Freiheit verzichtet, unter der Bedingung, dass die anderen das Gleiche tun. Denn davon haben am Ende alle mehr. Kurz gesagt ist das der Gesellschaftsvertrag. Ich: Keine schlechte Idee\u2026 So sind also unsere Gesetze entstanden. Aber kann man die Entstehung der Staaten und die Entwicklung der Moral genauso erkl\u00e4ren? Penetre: Zumindest dann, wenn man der Theorie des Gesellschaftsvertrags folgt. Einen Punkt darf man dabei nicht vergessen: Wenn man sich etwas verspricht, dann muss man auch versprechen, das Versprechen zu halten. Und das muss man wiederum versprochen haben\u2026 Die Frage ist, was einen moralisch dazu verpflichtet, das allerletzte Versprechen zu halten?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4141,"menu_order":30,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"side-navigation.php","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-4743","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4743","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4743"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4743\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":17719,"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4743\/revisions\/17719"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4141"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/antaiji.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4743"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}