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Erste Versuche mit unserer neuen Husqvarna-Saege, 6. November 2013

Blauer Himmel, sich roetende Blaetter

Endlich laeuft der Motor!

Tsukan, froehlich in seinem Element

Fuenf-Tages-Sesshin, 1. bis 5. November 2013

Shinrei (Weckglocke)

Zazen

Kinhin

Lagerfeuer, 30. Oktober 2013

Weizen-Aussaat, Motorsaegen-Sicherheitslehrgang und ein Ausflug in die Therme in Yumura, 29. Oktober 2013

Der Tag begann mit der Ausssaat des Weizens. Im Sommer bekam ich in Oesterreich einen Packen Samen geschenkt, die offenbar auf den Namen „Amadeus“ hoeren. Hoffentlich ueberleben sie den Winter in Antaiji!

 

Um zehn kamen drei Forstbeamte, um uns in der sicheren Bedienung von Motorsaegen zu unterweisen. Es begann mit Ausfuehrungen anhand von Kopien.

 

Da das Baeumefaellen jedoch keine Theorie ist, begaben wir uns bald in den Wald. Zuerst zeigte uns der aelteste der Herren ein Beispiel anhand einer der dicken Sugi-Baeume beim neuen Reisfeld.

 

Dann war Tsukan an der Reihe. Vielleicht weil er aus Oregon stammt, hatte er keine groesseren Probleme mit der Saege.

 

Als naechstes Eko, die Chefin der „Antaiji Forst-Gruppe“.

 

Doch als Gusho dran war, begannen die ersten Schwierigkeiten:

 

Die drei Profis mussten selbst Hand anlegen, um den Baum am Ende doch noch platt zu machen.

 

Danach kam Takeo, das neue Gesicht im Kloster. Er zeigte den „aelteren Moenchen“, wie man mit so einem Gerat umgeht. „Nicht schlecht fuer einen Anfaenger“, meinte Gusho.

 

Jinen ist eher ein meditativer Typ. Kein Wundfer, dass sich der Baum von ihm nicht beeindrucken liess.

Als letzter Yudai. Da er der derzeit juengste und frischeste in Antaiji ist, hatte ich eigentlich erwartet, dass er den Baum mit einem guten Schnitt umlegen wuerde, aber…

Danach ging es dann zum ersten Mal seit langem in die Therme nach Yumura:

Tosu wird abgeschoepft, 27. Oktober 2013

Selbst in Japan kennt heute kaum noch jemand das Wort „Tosu“.
Das aelteste und groesste Tosu-Gebaeude in Japan findet man im Tofukuji in Kyoto. Heute wird es als Zazen-Halle genutzt, doch urspruenglich diente es Hunderten von Moenchen als ein riesiges Klo. Woertlich uebersetzt bedeutet „Tosu“ fuer den Osten zustaendig. Trotzdem scheinen die meisten Tosus im westlichen Bereich der Klosteranlagen zu liegen.

Heute haben die Moenche sowohl im Tofukuji als auch im Eiheiji Klos mit Wasserspuelung, die in die staedtische Klaerwerke abgefuehrt wird. Manche haben sogar Washlets. Orte wie Antaiji, wo die Moenche auf dem Klo noch direkt den Duenger fuer die Felder produzieren, muss man heute suchen. Hier sehen wir Jinen wie er die Guelle aus dem Tosu-Tank abschoepft, um die Mohrrueben im Garten zu Duengen.

 

Andere Arbeiten heute waren Kaki-Ernte, und unser KFZ-Genie Tobi kuemmert sich auch heute liebevoll um die Motoren im Kloster. Hier sieht man ihn mit Adrian die Bremsen des Bulldozers reparieren und die Ketten mit seiner neuen „Wasserpistole“ sauber machen:

 

Verregnetes Sesshin, 25. Oktober 2013

Wegen eines weiteren Taifuns, der sich Antaiji naehert, hatten wir auch heute Regen.
Gluecklicherweiose faellt dieses Jahr der meiste Regen an Sesshin- und freien Tagen. In der Vergangenheit hatten wir auch Jahre, wo die Sonne nur waehrend der Sesshin scheinen wollte, waehrend es zu regnen begann, sobald wir zur Arbeit auf die Felder gingen. Da haben wir es dieses Jahr besser. Ob es am guten Verhalten der Klosterbewohner liegt?
Das ist kaum zu glauben, doch auch heute hatten wir an einem Regentag gerade Sesshin:
 

 

 

 
Nach der letzten Sitzperiode verbeugen sich alle gemeinsam drei Mal, dann gehrt es zur Kueche, um den Koechen zu danken. Nur der Jikido bleibt noch kurz zurueck, um die Kerzen zu loeschen, die Tueren zu schliessen und dann dem rest nach zu eilen.

Holzsaegen und -hacken, 23. Oktober 2013

Da uns der Holzvorrat in der Kueche ausgegangen ist, haben wir heute einige Baumstaemme gesaegt und Holz gehackt. Die Staemme werden in der Garage, hinter dem Bulldozer gelagert:

 

Zusammen mit Tsukan stehe ich an der Kreissaege, um die Staemme auf eine Laenge von ca. 25 Zentimetern zu saegen.

 

Adrain, Daniel, Gerard und Takeo hacken die Holzstuecke, die wir eben gesaegt haben, auf „Kuechengroesse“ klein.

 

Nach der Arbeit an der Kreissaege schaerft Tsukan die Motorsaege, waehrend Tobi das Kugellager an dem defekten Traktorenpflug auswechselt:

 

 

In Antaiji beginnt die Arbeit draussen nach der Lagebesprechung um 7:30, und wir am Vormittag um 10:00 von einer Pause unterbrochen. Die verschiedenen Arbeitsgruppen kommenhier zu einer Tasse Tee und einem Plausch zusammen.

Obosan nach der Reisernte, 21. Oktober 2013

Zweimal im Jahr, im Mai nach dem Reispflanzen und im Oktober nach der Ernte, gibt es „Obosan“ in Antaiji, woertlich ist das ein „grosser, freier Tag“. An disen tagen gibt es weder Zazen noch Saubermachen, und natuerlich auch keine Arbeit. Selbst der Kuechendienst hat frei, und jeder, der Lust hat, kann kochen wie er oder sie will.

Hier sieht man Tsukan, Steffi, Adrian und Daniel in der Morgensonne das Enneagram-Persoenlichkeitsmodell diskutieren. Das Enneagramscheint in Antaiji zur Zeit der letzte Schrei zu sein.

Tobi, eine typische „No. 7“ nach dem Modell, sitzt daneben und geniesst sein Fruehstueck. Ein wahrer „Enthusiast“.

Hier beim ueberqueren der Slackline im Garten.

Ich versuche es ihm nachzumachen, noch ohne Erfolg. Macht Uebung den Meister?

Das letzte Reisfeld: Kodaimai, 19. Oktober 2013

Shintoistische Erntedank-Zeremonie, 17. Oktober 2013

Florian Wiltschko, ein oesterreichischer Shinto-Priester der in Shibuya, Tokyo, lebt und arbeitet, fuehrt in der Haupthalle von Antaiji eine Erntedank-Zeremonie durch. Im Anschluss assen wir den ersten neu geernteten Reis dieses Jahr, mit geriebenen Satoimo. Sehr gut!