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Wieder auf Reisen, 26. September 2013

Am 27., 28. und 29. leite ich Zazen-Workshops bei einem Yoga-Event in Hakone.
Mehr Infos gibt es hier:
http://www.truenature.jp

Die „TRUE NATURE“ Veranstaltung findet in einem Hotel am See statt. Ab morgen werden wir hier am Ufer gemeinasam sitzten, und an klaren Tagen soll man sogar einen Blick auf den Berg Fuji haben.

Freier Tag, 26. September 2013

Gestern nachmittag begann es zu regnen, und die ganze Nacht durch schüttete es wie aus Eimern, doch heute haben wir wieder einen sonnigen freien Tag:

Takeos offizielles Tenzo-Training beginnt heute. Der erste Versuch in der Küche: Rührkuchen!

Jikido, 25. September 2013

Heute war wieder ein Ein-Tages-Sesshin. Wie auch an den anderen Tagen weckt der Jikido, der fuer die Zenhalle verantwortlich ist, alle in der Sangha um 3:45 auf. Dafuer wiederholt er drei Schlaege auf die Trommel, die von drei Schlaegen auf das Unpan (metallenes Brett) gefolgt werden. Danach rennt er mit einer Glocke in der hand durch die Gaenge.
Auf diese Weise soll er die Gemeinschaft nicht einfach nur Wecken, sondern mit seiner energie auch alle anderen zum zazen motivieren. Das, was die versteckte Kamera heute morgen einfing, war nicht das beste Beispiel davon:

Zweiter Tag Dreschen, 24. September 2013

Die meiste Arbeit in Antaiji wir von hand erledigt, doch fuer das Dreschen des Reises haben wir eine Maschine, die uns vor 10 Jahren vom Kubota-Laden in Hamasaka vermacht wurde. Diese Maschine wollte jedoch gestern nicht so richtig arbeiten, deshalb haben wir heute morgen den gerissenen Riemen in einem anderen Maehdrescher,den wir vor 5 Jahren fuer einenApfel und ein Ei (dh. ca. 100 Euro) bei Yahoo Auctions ersteigert haben. Auch diese Maschine ist nicht die zuverlaessigste, hoffentlich leistet sie uns heute gute Dienste, denn Morgen ist Sesshin und danach Regen angesagt.

Samu im Fruehherbst, 23. September 2013

Eko-san und Ellie beginnen heute mit dem Dreschen. Den morgigen Tag werden sie auch noch benoetigen.

 

Im Gemuesefeld graben Yudai-kun und Hirukawa-kun nach Suesskartoffeln. Das macht ihnen Hunger auf Tempua, sagen sie.

 

Die zwoelf Erdbeerpflanzen vom Mai haben sich vermehrt. Hiromi aus Mexiko und Steffi aus Wiesbaden richten neue Beete ein, in die die mehr als 100 neuen Schoesslinge verpflanzt werden.

 

Diese Kerle erwecken den Eindruck, als saessen sie nur herum, dabei sind sie es, die heute eigentlich Kraftarbeit zu leisten haben. Tsukan ausden USA, Daniel aus Deutschland, und Gusho-san und Takeo-kun bauen eine neue Steinmauer in der Gegend, in der wir naechstes Jahr das Reisfeld ausdehnen wollen.

 

Hinter der Haupthalle sollte Shoko eigentlich fleissig den Boden bearbeiten. Hier sehe ich ihn aber nur mit einer Kamera in der Hand herumlaufen. Wen filmt er? Etwa mich?

 

Shoko weisst uebrigens darauf hin, dass er nicht etwa aus Brandenburg, sondern aus der Hauptstadt Berlin ist. In Brandenburg hat er offiziell nur seine Datscha.

 

So, und heute steht Jisui aus Singapur wieder in der Kueche. Konnte sie Yudai-kuns Gedanken lesen?

Seikan aus Melbourne besucht uns, 22. September 2013

Seikan war der erste, der hier als Moench ordinierte, nach dem ich vor 12 Jahren zum Abt ernannt wurde. Seit seiner Rueckkehr nach Australien leitet er eine Zengruppe, und hat auch ein Hospiz gestart. Hier stellt er sich auf Englisch vor:

Leider konnte er dieses Mal nur fuer eine Nacht bleiben. Bei seiner Abfahrt nahm er einige Beutel Kapok mit, um in Australien Meditationskissen zu stopfen. Als ich seine Gruppe im Dezember vor 2 Jahren in Melbourne besuchte, versuchte ich erfolglos, Kapok durch den sonst sehr freundlichen Zoll zu schmuggeln (die Einfuhr von Bioprodukten ist streng untersagt). Hoffentlich aht er dieses Mal mehr Glueck!

Melbourne Zen Hospice

Offizielle Seite des Melbourne Zen Centre

Facebook-Seite

Es gibt auch eine Reihe von Videos von ihm bei Youtube. Hier nur eine kleine Auswahl:




Fruehstuecksrezitation, 22. September 2013

Das Fruehstueck in japanischen Zenkloestern wird traditionell „Shukuza“ genannt, was soviel bedeutet wie „Reisgruetze-Sitzung“. In Antaiji gibt es jedoch bereits am Morgen braunen Reis (nicht Gruetze), dazu Misosuppe und zwei Seitengerichte mit Gemuese. Hier ein Teil der morgendlichen Rezitation:

Hitotsu ni wa ko no tasho o hakari kano raisho o hakaru.
Futatsu ni wa onore ga tokugyo no zenketto hakatte ku ni ozu.
Mitsu ni wa shin o fusegi toga o hanaruru ko to wa tonto o shu to su.
Yotsu ni wa masa ni ryoyaku o koto to suru wa gyoko o ryozen ga tame nari.
Itsutsu ni wa jodo no tame no yue ni ima kono jiki o uku.

Jiten kijinshu, gokin suji kyu
suji hen jiho, ishi kijin kyu

Jo bun san bo, chu bun shion
gekyu roku do, kai do kuyo
ik-ku idan is-sai aku
niku ishu is-sai zen
sanku ido shoshu jo
kaigu jo butsu do

Mehr Informationenj gibt es in unserem Wiki:

Breakfast chants and Rules for eating

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    Mittagszeit an einem freien Tag in Antaiji, 21. September 2013

Mittagszeit an einem freien Tag in Antaiji, 21. September 2013

Zurueck in Antaiji, 21. September 2013

Zurueck in Antaiji. Das erste Reisfeld ist geerntet, das ist ein Drittel der gesamten Menge. Die Geraeusche am Anfang des Videos sind die Stimmen von Rehen, die man zu dieser Jahreszeit besonders morgens oft hoert. Es ist Brunstzeit.

Shinto-Priester Florian Wiltschko in Shibuya, 20. September 2013

9:30 am in Shinagawa. Habe die Rushhour besser vermieden.

Lustiger noch, als sich die Affen im Zoo anzugucken, ist es, die freilaufenden Menschen zu betrachten. (Kodo Sawaki)

Heute besuchte ich einen oesterreichischen Shinto-Priester in Shibuya, Florian Wiltschko:

Auch in Shibuya wurde Reis geerntet, gerade genug fuer eine volle Schale, meint Florian.

Konnte auf dem Rueckflug Antaiji aus dem Flugzeugfenster erkennen:

Zurueck auf dem Land. In Tottori darf mein sein Auto umsonst parken, solange man will, aber wer es laenger als eine Woche stehen laesst, sollte dem Parkwaechter ein Wort sagen.