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Reisernte und Diskussionsrunde in Tokyo, 19. September 2013

Ein weiterer Tag mit gutem Wetter. REisernte beginnt vor dem Morgengrauen:

Ich bringe Ante aus Australien, der heute abfaehrt, noch zum Bahnhof in Tottori, dann liege ich selbst nach Tokyo.

In Shinagawa weht ein anderer Wind.

Ein paar MInuten Zazen im Hotel:

Die Diskussionsrunde, die am Abend stattfand, wird in Kuerze auf dem Kanal der https://www.youtube.com/user/BukkyoDendoKyokai zu sehen sein.

Soji (Flurwischen), 18. September 2013

Die Flure werden jeden Morgen nach dem Fruehstueck gewischt:

Vier von uns sind heute bei der Reisernte in einem anderen Tempel in der angrenzenden Praefektur Tottori. Daher muss die Ernte in Antaiji einen Tag pausieren, morgen geht es weiter. Gestern konnten wir nur ein Fuenftel des suedlichen Reisfeldes ernten.

Shoko aus Brandenburg, der in dem Video oben zu bewundern ist, hat auf seinem Google+ Account viele Antaiji Bilder:

https://plus.google.com/u/2/116218708782376154359/posts

Ausserdem hatten wir heute Besuch vom Radio, die Sendung wird in Westjapan am 12. und 19. Oktober ausgestrahlt (7:00 bis 7:15, 558Khz). Bilder des Interviews gibt es bald auf der facebook Seite der Interviewerin:

https://www.facebook.com/TamaokaKaoru

Schoenes Wetter, viel Arbeit, 17. September 2013

Ein weiterer Taifun zog vorbei, doch nun haben wir wieder gutes Wetter:

Zum zweiten Mal ist der Reis im suedlichen Feld umgekippt, deshalb haben wir heute morgen beschlossen, mit der Ernte zu beginnen.

Die Erde im Feld ist noch so sumpfig, dass die Reisbuendel auf einer Plastikplane ausserhalb des Feldes gebunden werden muessen. Von dort werden sie zur Haza-Konstruktion gebracht, wo sie aufgehaengt werden um in der Sonne zu trocknen.

Auch im Gemuesegarten ist das Wetter gerade richtig, um mit dem Traktor zu pfluegen.

An einer anderen Stelle wird Chinakohl in einem neu errichteten Beet ausgeflanzt.

Und im Zengarten zeigt Shoko, wo ein Loch gegegraben werden muss, um im naechsten Jahr Lotus zu pflanzen.

Fuer die naechsten fuenf Tage wird Tsukan der Tenzo sein, 16. September 2013

Der Tenzo in Antaiji wechselt alle 5 Tage, naemlich nach jedem Sesshin. Von heute an wird Tsukan aus den USA der Tenzo sein, der gerade dabei ist ein italienisches Mittagessen zuzubereiten. Steffi aus Wiesbaden hilft ihm dabei, Paprika zu saeubern und zu schneiden.

Ein-Tages-Sesshin, 15. September 2013

Die Aussicht:

Das Wetter:

Yudais Vortrag ueber Zuimonki 3-3, 14. September 2013

Die Klosterbewohner referieren abwechselnd an den Abenden vor den Ein-Tages-Sesshin ab 6 Uhr über Dogen Zenjis Shobogenzo Zuimonki. Dabei wird der Text gelesen, interpretiert und erklärt, was für ein Licht er auf unser tägliches Leben wirft. Heute sprach Yudai über das Kapitel 3-3. Normalerweise dauert ein solches Seminar 1 1/2 oder maximal 2 Stunden, doch dieses Mal dauerte die rege Diskussion bis nach 9 Uhr. Ob es an den Haarspaltereien der deutschen Teilnehmer lag?
Im ersten Teil liest Yudai das Kaikyoge-Sutra, den Originaltext des Zuimonki, dann die englische Übersetzung, und beginnt dann seinen japanischen Vortrag.

Den englischen Text gibt es online:
http://global.sotozen-net.or.jp/common_html/zuimonki/03-03.html

Der Anfang des englischen Vortrags, in dem es auch um Tenzo-Arbeit und den Gemüsegarten geht, für den Yudai verantwortlich ist:

Haza, 14. September 2013

Noch wissen wir nicht genau, wann die Reisernte beginnen wird, doch heute haben wir erst einmal den Bambus gefaellt, mit dem die „Haza“ gebaut wird, eine Konstruktion um den gemaehten Reis vor dem Dreschen zu trocknen.

Auf drei Feldern bauen wir insgesamt 4 Ar Reis an, der in drei Schritten gemaeht und gedroschen wird. Da der Herbst auch die Zeit ist, in der Japan immer wieder von Taifunen heimgesucht wird, haengt der genaue Zeitpunkt der Arbeitsschriite vom Wetter ab. Die Bambuszweige werden auf einem grossen Lagerfeuer verbrannt, das wir in der Regel einmal im Monat haben, meist am Abend nach einem Sesshin, odch auch der zeitpunkt des Lagerfeuers wird natuerlich von den Wetterbedingungen beeinflusst.

Antaiji an einem sonnigen Tag, 13. September 2013

Mit derzeit 15 Klosterbewohnern ist es uns moeglich, verschiedene Arbeiten parallel zu einander auszufuehren. Heute wurde Samu in 6 Gruppen aufgetteilt: Yudais Tanbo (Reisfeld), Ekos Hatake (Gemuesegarten), Steffis Kraeutergarten, Jisuis Zengarten, Tsukan der sich um die Shissui (Zimmermann) Arbeiten kuemmert, und der Gruppe, die eine neue Steinmauer baut.

Megumi und Hikaru kommen von der Schule, 12. September 2013

Die Kinder morgens zum Bus zu bringen und sie nachmittags wieder abzuholen gehoert auch zu meinentaeglichen Aufgaben.

Arbeit im Zen- und im Genuesegarten hinter der Haupthalle, 13. September 2013

Heute ist ein normaler (nyojo) Tag. Shoko aus Brandenburg, der im Sommer 2012 den Zengarten hinter der Haupthalle anlegte, und Jisui aus Singapur pflanzen und jaeten, waehrend im Gemuesefeld geerntet wird. Das Netz ueber dem Feld haben wir von Fischern aus Hamasaka geschenkt bekommen. Es schuetzt das Gemuese vor den Kraehen, die die Gurken und Tomaten ebenfalls sehr gerne moegen.