Hitoshi Nagai: Penetre und ich

Vorwort

Der Mensch lebt nur zum Vergnügen.
Du musst nicht zur Schule gehen.
Du darfst lügen.
Der Wal ist ein Fisch.
Die Erde ist nicht rund.
………
Das behauptet zumindest Penetre. Was denkst du?
„Penetre“ ist der Name der Katze, die uns vor drei Jahren, als ich noch in der fünften Klasse war, zugelaufen kam. Alles an dieser Katze ist so seltsam wie ihr Name. Das merkwürdigste an ihr ist, dass sie die Sprache der Menschen spricht. Auch das, was sie sagt, ist sonderbar. Wovon normale Menschen sprechen, davon spricht sie nie. Noch kein einziges Mal habe ich sie sagen hören, dass sie hungrig oder müde sei. Dafür spricht sie über Fragen wie: „Warum lebt der Mensch?“ Oder: „Muss man zur Schule gehen?“
Ihre Meinungen unterscheiden sich vollkommen von denen der normalen Menschen. Am Anfang bleibt einem da manchmal die Spucke weg, aber je mehr man darüber nachdenkt, desto überzeugender wird das, was Penetre so von sich gibt. Könnte es sein, dass sie recht hat?
In diesem Buch sind meine Gespräche mit Penetre festgehalten. Meistens ist es allerdings Penetre, die spricht, während ich bloß zuhöre.
Die Gespräche habe ich in der Reihenfolge aufgeschrieben, in der sie geführt wurden. Wahrscheinlich sind sie am einfachsten zu verstehen, wenn man sie der Reihe nach liest, aber wenn du willst, kannst du auch die Gespräche zuerst lesen, deren Titel dich am meisten interessieren. Wenn am Ende des Titels allerdings (1) oder (2) steht, rate ich dir (1) vor (2) zu lesen. Und wenn am Ende eines Gesprächs zum Beispiel „siehe 2-7“ steht, bedeutet das, dass im siebten Gespräch des zweiten Kapitels auf dasselbe Thema Bezug genommen wird.